Die Bauernburg

Entdecken Sie auf den einzelnen Reitern die Facetten der Bauernburg. Hier auch noch ein bisschen Geschichte:

Die Bauernburg (Fliehburg) Ottenhausen wurde wahrscheinlich um das Jahr 1300 erbaut.[1] Das massive Steinwerk diente als fester Speicher für Nahrungsmittelvorräte sowie den Menschen der Umgebung als Zufluchtsort in Kriegszeiten. Das heute noch erhaltene Gebäude aus Bruchsteinen mit zwei Etagen und schlichtem Satteldach hat einen Grundriss von ca. 11,50 m × 10,30 m. Es wird angenommen, dass ursprünglich noch ein drittes Stockwerk existierte. Die Außenmauern mit Schlitzfenstern haben eine Stärke von etwa 1 Meter. Das Erdgeschoss wird durch eine Längswand in zwei lange Räume getrennt, die durch eine Öffnung miteinander verbunden sind. Das Obergeschoss besteht aus einem weiteren Raum. Schriftliche Quellen über die Erbauer der Burg sind nicht erhalten. Während des Dreißigjährigen Krieges soll ein gewisser Johann Braun, ein kaiserlicher Rittmeister, das Gebäude erworben haben und es zu seinem Wohnsitz ausgebaut haben. Über die Nutzung des Gebäudes in den nachfolgenden Jahrhunderten ist wenig bekannt. Ende des 20. Jh. waren die oberen Stockwerke abgetragen und das nur noch als Ruine erhaltene Gebäude war stark einsturzgefährdet. Der Heimatverein Ottenhausen e.V. setzte sich für den Erhalt des Gebäudes ein und restaurierte es in den Jahren 1981/82. Die Bauernburg wird heute vom Heimatverein Ottenhausen genutzt.[2] Im Obergeschoss befindet sich seit 1989/90 ein kleines Heimatmuseum. Das Erdgeschoss wird seit 1995 als Bauernburg-Café betrieben.